Straßenkindern in Rio de Janeiro
   ein Stück heile Welt!

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"10 Jahre Freundeskreis"

Sommer 1995: Ottmar Kliegl und Günter Reinwarth sind gerade von einer Reise nach Brasilien zurückgekehrt. Kliegl berichtet mir, sie haben in Rio de Janeiro den aus Langenprozelten stammenden Franziskanerpater Eckart Höfling getroffen. Dieser hat dort ein umfangreiches Sozialwerk aufbaut, so Kliegl. Beeindruckt einerseits von der Armut in den Favelas der Millionenstadt Rio de Janeiro und andererseits vom segensreichen Wirken eines deutsch-brasilianischen Teams mit Pater Eckart an der Spitze meint er: „Da müssen wir ´was tun!“.

Sommer 1996: Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Dieter Klingenberg wird in der konstituierenden Versammlung der Freundeskreis Pater Eckart e.V. gegründet. Vereinszweck ist die Förderung der Sozial– und Pastoralarbeit von Pater Eckart in Rio de Janeiro. Damit ist das erste Ziel erreicht: Der Förderverein kann Pater Eckart von der Heimat aus unterstützen.

Herbst 1996:
Erstmals stehe ich auf dem Corcovado zu Füßen des Christo Redentor, der über 30 Meter hohen Christusstatue, hoch über Rio de Janeiro. Inzwischen habe ich beide Seiten der Metropole am Zuckerhut gesehen: Das moderne, elegante, liebenswerte, fröhliche Rio mit Copacabana, Fußball, Samba und touristischen Highlights und die abgrundtiefe Armut in den Favelas. Vor Ort sind die Vorstandsmitglieder Klingenberg, Rudolf Rachor, Kliegl und ich von der Lebenssituation der Ärmsten der Armen in Hunger, Krankheit, unzumutbaren Wohnverhältnissen und Gewalt tief beeindruckt. Mit Pater Eckart wird besprochen, dass das Sozialzentrum in der Favela Vidigal dringend unserer Unterstützung bedarf. Der „Freundeskreis“ wird Spenden sammeln, um die jährlichen Kosten in Höhe von rund 120.000 DM zu decken.

Herbst 2003: Neben dem jährlichen Unterhalt „unseres“ Sozialzen-trums in der Favela Vidigal steht in den letzten Jahren die Erweiterung und Renovierung der Franziskanischen Schule im alten Hafenviertel von Rio im Fokus des Freundeskreises. Die feierliche Einweihung im Herbst 2003 stellt einen Höhepunkt dar: Die Hafenschule ist ein Vorzeigeprojekt weltweit. Mit der intensiven Arbeit Dieter Klingenbergs ist das Ziel Pater Eckarts, über 1.000 Kindern Lebenschancen durch Bildung zu eröffnen, in beispielhafter Form erreicht. Neben dem persönlichen Einsatz mehrerer Vereinsmitglieder beim Schulumbau vor Ort trägt der Freundeskreis nun Jahr für Jahr einen Teil der Unterhaltskosten der Schule.

Herbst 2006: Nach zehn Jahren Freundeskreis, dessen Mitglieder und Freunde Material zusammengetragen und nach Rio verschifft und Jahr für Jahr kräftig gespendet haben, konnten viele hundert benachteiligte Kinder in Rio „ein Stück heile Welt“ erfahren. Kindergärten, Berufsbildungskurse, medizinische Versorgung und vor allem Bildung haben Menschen am Rande der brasilianischen Gesellschaft den Weg in ein menschenwürdiges Leben geebnet. Unsere Arbeit war kein „Tropfen auf den heißen Stein“. Die Devise heißt im Herbst 2006 genauso wie vor zehn Jahren: Nicht nachlassen in der Hilfe für die Sozialprojekte Pater Eckarts in Rio de Janeiro. Jeder Spendeneuro ist dringend erforderlich.
Pater Eckart (c) Freundeskreis Pater Eckart e.V.
Inhalt: Thomas Hofmann www.marketman.de
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